2020: Platz #1 + #2 + #2… Stolze Brust und „Attacke ins Glück“!!!


  • Männer und Mädels, Freunde und Freundinnen, liebe alle von hier bis in den hohen Norden.


    Als ob wir es geahnt hätten…


    Ja, denn als wir uns im vergangenen Jahr zu unserer Live-Pause im Jahr 2020 entschlossen hatten, unserer wenn man so will wirklich ersten halbwegs konsequenten, hatten wir all das was dieses Jahr bringen würde nicht auf dem Schirm. Wie auch, wie sollten wir auch nur zu einem kleinen Bruchteil erraten, welch Unfassbarkeiten dieses verf****e Jahr 2020 für die wohl gesamte Welt bereit halten würde. Und hätten wir es erraten, man hätte uns wohl oder übel einweisen lassen, aber in die Geschlossene, kein Mensch auf dieser ganzen weiten Welt hätte auch nur einen Cent drauf verwettet, dass dieses Corona-Szenario so und in dieser Form eintreten würde.


    Wie wir uns dieses für uns echt unfassbare Timing, also dieses Jahr nicht auf Tour zu gehen, aber auch unsere Album Charts-Errungenschaften erklären, darüber können wir zwar auf der einen Seite nur mutmaßen, aber dennoch unsere ganz persönliche Erklärung abgeben, ein Resümee sozusagen.


    Nun denn, auf der einen Seite hatten wir einfach nur verdammtes Glück im Unglück. Ja, es ist Fakt, unsere letzten Jahre und Jahrzehnte, wenn man so will die gesamte Frei.Wild-Historie, waren von großem Tatendrang gezeichnet. Von vielleicht überdurchschnittlich vielen Aktionen und vor allem tausenden und abertausenden Stunden Studioarbeit. Auch von vielen Konzerten, VÖs und Tourneen. Vieles war auch enorm von Risiken begleitet, Übersättigung, Überpräsenz, Stilrichtungen, ach weiß der Teufel was, doch am Ende war es der für uns immer richtige und vor allem mit allen zusammen abgestimmte Weg, den wir heute weniger denn je bereuen. Und oder vor allem das Schönste an der ganzen Sache ist, dass so ziemlich alles unglaublich viel Spaß und Freude geschenkt hat, vor allem aber (oder zum Glück) auch von großem Erfolg gekrönt werden konnte. Kurz: Es ist nach wie vor toll zu sehen, wie wir ungebremst für unsere Leidenschaft brennen, wie uns das Leben und die Musik inspirieren und mit wie viel Kraft, Energie, Freude und Neugier uns selbst solch unvorhersehbare und schwierige Zeiten agieren lassen. Zum Glück, denn ohne Freude und genau diesem Feuer, das auch jetzt hoch und heiß in uns brennt, wären solch doch sehr geile Tage und Wochen nicht möglich.


    Also, dieses verdammte Auszeitjahr 2020, was wollten wir schaffen und was ist passiert?


    Wir wollten die Füße in die Wellen halten. Wir wollten die Zeit mit und um unsere Liebsten genießen. Wir planten lange Reisen nach Norwegen, Island, Afrika, Asien. All diese Orte markierten unsere Reisekarten. USA und einige kleine Rock`n`Roll-Planwagenkonzerte von und mit den Orange County Bikern waren auch mal angedacht. Wir sahen uns entspannteren Zeiten entgegen, wir schrieben uns Wünsche, Ideen und Dinge in unsere Kalender, für die uns unsere 19 Jahre Frei.Wild Vollgastour durch Studios, Stadien, Städte und Hallen schlichtweg wenig Zeit gelassen hat.


    Und dann kam der März 2020, und einfach ALLES kam anders. Nichts mit Cocktails an einer der unzähligen „Sansibars“ in Sansibar, nichts mit der Lachsfischerei in Stavager in Norwegen. Keine Geländewagen-Offroadtour über die verschiedenen Jökulls in Island. Auch keine prächtigen Tempelbauten in Indonesien. Keine USA und kein Roadtrip über die Route 66. Alles, wirklich alles was es an Planung gab, ja jedes Kreuz auf der Karte genau wie jedes Bild in unseren Köpfen musste warten lernen. Genau wie wir…


    Nur war und ist dieses Warten noch nie Frei.Wilds Stärke gewesen. Den Strick aus der Schlinge ziehen? Ja, kein Problem, das haben wir gelernt. Uns gegenseitig den Dreck von den Schultern klopfen? Auch das kriegen wir hin. Auf Mut statt Angst zu setzen? Auch das ist zu einem unser wichtigsten Credos geworden. Uns zusammen zu raufen und Plan B und Plan C zu schmieden? Darauf konnten wir nach all diesen Krisen, Erdbeben und auf Grund von Absagen und heute leider immer noch vorhandenen Anfeindungen immer noch bauen. Ja, wir glauben dieses über 19 Jahre hart erkämpfte Band-Überlebenstraining hat uns im Vergleich zu vielen anderen sehr große Vorteile beschert. Nicht so sichtbar in goldenen Zeit, aber in Zeiten wo der Wind kalt und heftig weht, merkt man diese Stärken erst umso mehr. Denn nein, das alles kam nicht von selbst, es ging nicht einfach oder durch großartige Unterstützung von außerhalb. So ziemlich alles wuchs auf Basis von Fleiß, von Schweiß und einer über Jahre zusammengerauften Maschine aus vielen, vielen sehr stabilen und - der Notwendigkeit geschuldet - immer härter werdenden Rädchen. Und darauf sind wir verdammt stolz. Und ja, darauf kann man auch stolz sein.


    Der Ironman-Deutschrockmarathon hat unser aller Muskeln und Geister enorm gefordert, aber am Ende sicher eines, sehr gestärkt. Gott sei Dank.


    Stolz sind wir auch darauf WIE wir das alles jetzt schaffen konnten. Nämlich nur als Team, nur als eine echt treu zusammenarbeitende Mann- und Frauschaft um es ganz genau zu sagen. Denn hinter all diesen Dingen und Erlebnissen, die unter dieser doch halbwegs großen Frei.Wild-Fahne auch in diesem Scheißjahr entstehen konnten, steckt neben unserer Gang (die sich zusammen echt den Arsch aufreißt) vor allem auch eine unglaublich tolle Fanschar. Eine Fanschar, die es mit uns auf ihren Pullis und ihrer Bekenntnis zu uns sicher alles andere als einfach hat. Wir wissen darum...


    Und weil uns diese Band, dieses Team dahinter, weil IHR ALLE uns so unfassbar viel bedeutet, haben wir 2020 alle Auszeitpläne ruhen lassen und einfach alle uns möglichen Hebel auf „ATTACKE“ gestellt. Auch weil wir wissen, dass sehr viele von euch nicht gerade einfache Tage durchleben. Sollten wir es also schaffen, sagten wir uns, euch durch unsere Songs aus so manchem Gedankenkarussell zu holen, gehen wir es an. Und siehe da, euer Feedback gibt uns Recht, zum Glück. Ihr wisst, Frei.Wild sollte nie nur belanglose Unterhaltungsmusik sein. Frei.Wild sollte vieles sein, vor allem aber ein Mutmacher, der auch dann Hoffnung spendet, wenn das Leben mal nicht von der Sonnenseite her grüßt. Eben dann erklingen, wenn die Nebel tief und die Horizonte trüb von der Decke hängen. Die Segel sollten immer mutig und immer wieder in neuen musikalischen Wind gestellt werden, genau das ist Gedanke von Frei.Wild. Eure teils wirklich sehr berührenden Worte über Dankbarkeit zu sehr vielen unserer dieses Jahr veröffentlichten Lieder haben uns jedenfalls sehr dabei unterstützt, uns noch fleißiger ans Werk zu machen.


    Leute, seht dieses Frei.Wild-Record-Releasejahr einfach als unsere Brücke durch harte Zeiten, als Ablenker, als Ausgleich für unsere gecancelten Träume und Zeiten, seht dieses Frei.Wild-Record-Releasejahr als unser aller „Attacke ins Glück“ an. Seht es als Beweis an, dass irgendwas immer geht und das Glas auch dann halb voll ist, wenn die meisten es als halb leer sehen. Es waren für uns alle harte Monate in diesem Jahr und es erwarten uns wahrscheinlich auch weitere harte Monate in der Zukunft. Lasst uns einfach zusammenstehen und lasst euch von niemandem, keinem Medium, keinem Schwarzmaler, keinem depressiven Zeitgeist runterziehen. Krallt euch alles was euch gut tut, eure Freunde, eure Lieder, eure besten Momente der Vergangenheit. Bleibt sportlich, bleibt zuversichtlich und wir kriegen auch diesen ganzen Scheiß hin.


    Tausend, nein millionenfachen Dank von uns und unserem gesamten ATTACKE INS GLÜCK-Team für:


    Platz 1 (Corona Tape 1)

    Platz 2 (Brüder 4 Brothers)

    und jetzt erneut

    Platz 2 (für Attacke ins Glück)

    …. und das alles in einem Jahr, das es keinem da draußen leicht gemacht hat. Vor allem der Musikerwelt nicht!

    Freunde, Kopf hoch, wir für euch und ihr für uns.

    Danke, Danke, Danke!

    Frei.Wild und der Rest dahinter!

    Zu den offiziellen deutschen Charts: KLICK

    www.frei-wild.net/corona2

    > Mein Youtube <

    Stück für Stück, Richtung Glück. Und wenn ich da bin, will ich nicht mehr zurück.
    Stück für Stück - Richtung Glück. Ich leb bewusst wofür ich strebe. Sorge dich nicht, sorge dich nicht, lebe...
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