die sehr unterschiedlichen Reaktionen in den Kommentaren – ob Gespräche wie dieses mit Gregor Gysi sinnvoll oder falsch sind – zeigen vor allem eines: wie wichtig es ist, sie zu führen.
Philipp ist hier weder Interviewer noch Funktionsträger, sondern ein eingeladener Gesprächsgast, der für eine Anreisekostenpauschale Platz nimmt – aus einem einfachen Grund: weil er neugierig ist, Lust auf Austausch hat und bereit ist, über seine eigenen Erfahrungen und die von Frei.Wild zu sprechen.
Als Band, über die seit vielen Jahren Mythen, Märchen und Müll verbreitet werden, finden wir solche Begegnungen besonders spannend. Warum sollten Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Prägungen, Fehlern, Wegen und Sichtweisen nicht miteinander sprechen?
In Gesprächen bleibt eines immer gleich – und das sollten wir endlich alle begreifen: Jeder spricht für sich selbst, nicht für sein Gegenüber. Würden wir das wieder verstehen, könnten viele Ängste und Mauern fallen.
Diese Haltung gehört seit jeher zur Frei.Wild-DNA. Nicht umsonst stammt der Satz
„Wir sollten mehr miteinander statt immer nur übereinander sprechen“
aus Philipps Autobiografie „Freiheit mit Narben“ und zieht sich als klare Botschaft durch viele unserer Songs.
Niemand sollte für sich selbst Dinge einfordern, die er anderen nicht ebenso zugesteht.
Wir sehen dieses Gespräch auch als mögliche Brücke: Durch Gysis Bereitschaft – und ja, auch durch sein persönliches Risiko, sich damit Ärger einzuhandeln – könnten Menschen ihre Vorbehalte überdenken und sich vielleicht erstmals auf Augenhöhe, normal und ohne Vorurteile mit uns beschäftigen. Am Ende auch mit euch, der Frei.Wild-Familie. Zumal ihr nicht selten ähnliche Methoden erlebt wie wir.
Wenn ihr beim Gespräch dabei sein und mentale Unterstützung geben wollt, wäre das stark.
Einfach wird es wahrscheinlich nicht. Aber bestimmt spannend.
Bitte denkt mal einfach drüber nach, wäre super. Danke
Eure Band
