naja, der Artikel im NDR ist der Versuch, eine objektive Berichterstattung zu liefern, inklusive Hintergründen, Expertenmeinungen, Gegendarstellungen etc.
Der Audiokommentar ist eben genau das, ein Kommentar bzw. eine Kolumne, der zugespitzt die mediale Beurteilung und Berichterstattung über die Band hinterfragt.
Der Unterschied liegt also nicht zwingend an den Autoren, sondern ergibt sich schon aus der Art des Textes, um den es geht.
"Versuch" ist der richtige Ausdruck dafür. "Er war stets bemüht"...
Der Unterschied zwischen beiden ist, dass der Audiokommentar den Eindruck erweckt, dass der Sprecher sich gründlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Er hat die Texte wirklich gelesen, dessen bin ich mir sicher. Er hat nicht den Auftrag gehabt, etwas in fünf Minuten hinzuschludern.
Der Artikel ist offensichtlich nur ein Zusammenkopieren unterschiedlicher anderer Artikel. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Schreiberling das alles selbst geschrieben hat; dazu hat der Artikel zu wenig was von "in einem Guss" und ist viel zu abgehackt und wechselhaft.
Zu Herrn Martenstein möchte ich ein paar Sätze schreiben: Er hat in einem Kibbuz gearbeitet, und im Laufe seiner Journalistenlaufbahn für mehrere eher links anzusiedelnde Blätter gearbeitet. Wenn man seine Texte liest, dann merkt man: Das ist noch einer von diesen Journalisten, einer der sehr selten gewordenen Spezies, die sich auch mit dem Thema wirklich in der Tiefe beschäftigt, über das sie schreibt. Solche Journalisten haben meinen Respekt; es ist heutzutage sicherlich nicht leicht, sich im Reigen der oberflächlichen Schmierfinken durchzusetzen, wenn man seinen Beruf ernst nimmt.